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Hautgesundheit fördern

WAS IST DIE HAUTBARRIERE UND WARUM IST SIE SO WICHTIG?

Weshalb ist eine intakte Hautbarriere so wichtig für gesunde Haut und welche Funktionen hat dieser unsichtbare Schutzschild? Erfahre, warum und inwiefern die Hautbarriere bei Dr. Emi Arpa Skincare im Fokus steht.

Schutzschild Hautbarriere

Unsere Haut bildet eine Barriere, welche den Körper vor Schädigungen der Außenwelt schützt. Dazu gehören toxische, solare und pathogene Einflüsse. Da der Hautmantel der erste Kontaktpunkt mit Faktoren aus der Umwelt ist, ist dessen Gesundheit und Funktion unabdingbar für den Schutz des Organismus. Die Barrierefunktion der Haut ist auf vier Säulen gestützt:

1. Mikrobielle Barriere als Hautbarrierefunktion

Die mikrobielle Barriere besteht aus bestimmten Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen und Hefen. Die Gesamtheit der dauerhaften ‚guten‘ Mikroorganismen wird auch Kommensalen genannt. Eine Hauptfunktion der mikrobiellen Barriere ist, dass die ‚guten‘ Organismen den ‚schlechten‘ den Platz wegnehmen sollen. Es gibt nämlich nur einen begrenzten Raum bzw. Nährstoffe auf der Haut, um welche die Mikroben konkurrieren. Kommt es zu einem Verlust der ‚guten‘ Mikroben an einer Stelle, bietet sich ein Lebensraum für Schädlinge. Diese können Entzündungen, chronische Wunden oder Abszesse auslösen.

Außerdem wird die mikrobielle Barriere durch Ausscheidungen der ‚guten‘ Mikroorganismen gebildet. Dazu gehören z. B. auch antibiotische Substanzen, welche potente Wirkung gegen einen der Hauptpathogene der Haut (Staphylococcus aureus) haben.

2. Physikalische Barriere als Hautbarrierefunktion

Die physikalische Barriere wird hauptsächlich durch hornbildende Zellen namens Keratinozyten gebildet. Sie durchlaufen beginnend mit der Entstehung aus epidermalen Stammzellen ihren Weg bis zur Abschilferung an der Hautoberfläche. Der Zyklus dauert bei einem gesunden Hautzustand ungefähr vier Wochen. Die Keratinozyten kann man sich vereinfacht wie Ziegelsteine einer Mauer vorstellen. Der Mörtel wird durch Filamente und Lipide (u. A. Sphingolipide) repräsentiert, welche die Lücken schließen und eine fertige Mauer als Sinnbild der physikalischen Barriere bilden. Das Vorhandensein der epidermalen Stammzellen sorgt auch für die schnelle Regeneration bzw. (Wund-)Heilung bei oberflächlichen Hautverletzungen.

3. Chemische Barriere als Hautbarrierefunktion

Die Hauptfunktion der chemischen Barriere ist das Aufrechterhalten einer sauren Umgebung, denn durch den sauren pH-Wert kann eine bakterielle Kolonisation von Krankheitserregern verhindert werden. Die saure Umgebung wird durch fettspaltende Enzyme gebildet, welche freie Fettsäuren aus Triglyzeriden des Sebums hydrolysieren. Bedeutet, es entsteht eine Win-win-Situation für die Haut: Die freien Fettsäuren nähren zum einen die ‚guten‘ Bakterien, während sie die ‚schlechten‘ Bakterien bekämpfen.

4. Immunologische Barriere als Hautbarrierefunktion

Die immunologische Barriere basiert auf vielen komplexen Wechselwirkungen zwischen den Immunzellen. Weiterhin werden antibiotische und antivirale Stoffe ausgeschieden, welche die Abwehr gegen Pathogene unterstützen. Zudem kommen Langerhans-Zellen ins Spiel. Das sind inaktive dendritische Zellen im Stratum spinosum, der dicksten Schicht der Epidermis, die der Antigenpräsentation dienen. Die Langerhans-Zellen alarmieren das Immunsystem bei Kontakt mit Erregern und sitzen wie eine Art Wächter in der Epidermis.

Hautgesundheit dank intakter Hautbarriere

Eine gesunde Hautbarriere gründet also auf zahlreichen Prozessen und Strukturen. Einen großen Teil des Ganzen bildet das Hautmikrobiom, welches alle anderen Säulen der Hautbarriere steuern und lenken kann. Kommt es zu Störungen in einer der Säulen, wird ein Angriffspunkt für Hauterkrankungen aller Art geboten. Daher sollte der Schutz der Hautbarriere ein zentraler Gedanke (je-)der Hautpflege und täglichen Skincare-Routine sein.

 

QUELLEN

Almoughrabie S, Cau L, Cavagnero K, O'Neill AM, Li F, Roso-Mares A, et al. Commensal Cutibacterium acnes induce epidermal lipid synthesis important for skin barrier function. Sci Adv. 2023;9(33):eadg6262.

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